Der neue Elternbeirat des Otto-Hahn-Gymnasiums wurde in einer Elternversammlung gewählt.
Am Otto-Hahn-Gymnasium fanden in einer Elternversammlung die Wahlen zum neuen Elternbeirat statt. Wie in dieser Schulart üblich, finden diese nur alle zwei Jahre statt. Als neue Vorsitzende wurde Friederike Ernstberger aus Arzberg gewählt. Ihr Stellvertreter ist Bernhard Biersack (Waldershof). In das Schulforum werden Karin Sander (Fuchsmühl) und Catrin Tanzhaus (Arzberg) entsandt. Als weitere Mitglieder gehören dem Gremium an: Wolfgang Birner , Anja Eiser , Dr. Gabriele Kilian, Gabriele Robl, Gisela Schwarz-Bäuml und Dr. Christa Wirtz ( alle Marktredwitz), Jutta Panzer und Gerald Sacher ( beide aus Neusorg).
In seinem umfangreichen Rechenschaftsbericht listete der scheidende Vorsitzende Hannes Müssel die Initiativen und Tätigkeiten des Elternbeirates der letzten beiden Jahre auf. Die Umsetzung der Zielvereinbarungen der Externen Evaluation, das Fahrtenkonzept, Fragen zur Modernisierung des Unterrichts, der bauliche Zustand des Schulhauses und viele andere Themen wurden zwischen Elternbeirat und Schulleitung abgestimmt. Ein nicht unerheblicher Punkt sind die Finanzen. Müssel berichtete von zahlreichen Zuschüssen, die gegeben werden konnten. Der größte Betrag wurde für die Anschaffung eines interaktiven Whiteboards mit 5500 Euro ausgegeben, immerhin 42% der Gesamtausgaben. Einen zunehmenden Anteil fordern die Ausgaben zur Unterstützung einkommensschwacher Eltern bei der Finanzierung von Fahrten, derzeit 27%. Müssel dankte den Eltern für ihre Spenden, die 66% der Einnahmen des Elternbeirats darstellen. Er bat alle Eltern, auch weiterhin den Elternbeirat zum Wohle der Schule finanziell zu unterstützen. Bei Konflikten zwischen Schülern und Lehrern konnte vermittelt werden, der Eltern-Lehrer-Stammtisch sollte der Kommunikation dienen, könnte aber stärker besucht werden. Müssel sprach noch weitere Aktivitäten an und dankte für den Einsatz der Eltern.
Schulleiterin Oberstudiendirektorin Gertraud Nickl appellierte an die Eltern, sich zu engagieren: „Die Schule braucht auch die Eltern“, meinte sie und fügte hinzu, dass das Otto-Hahn-Gymnasium die Eltern als Partner sehe. Wenn auch alle Probleme nicht auf Anhieb oder gar nicht zu lösen sind, sollte man sich nicht entmutigen lassen. Die Schulleiterin dankte dem alten Elternbeirat für seinen Einsatz und wünschte dem neuen einen guten Start. Besonders dankte sie einzelnen Mitgliedern des Elternbeirats für ihre Initiativen in der Schule und dem Vorsitzenden für die Anerkennung der Leistung der Lehrkräfte, z. B. durch ein Blumengeschenk zu Weihnachten.
In einem vielbeachteten Referat sprach Achim Herkt, Angehöriger der Kontrolleinheit Verkehrsweg des Zolls in Selb über das Thema: „Keine Macht den Drogen – Übersicht über illegale Betäubungsmittel“. In seiner Darstellung wies er insbesondere auf das wichtigste Problem der Region, den Missbrauch von Crystal Speed, hin. Die in Tschechien illegal hergestellte und von dort importierte Droge auf der Basis von Amphetamin macht in kürzester Zeit abhängig und führt rasch zu körperlichem Verfall. Wie berichtet konnten die Zuhörer die verschiedenen Drogen auch vielfach erstmals anschauen, riechen und die typischen Gerätschaften zuordnen. Abschließend entließ Herkt sein Publikum mit der irritierenden Erkenntnis, dass bislang in keinem Land irgendein Drogenprogramm geholfen habe. Die einzige Chance sähe er darin, die nachwachsenden Generationen nicht zu Drogenkonsumenten werden zu lassen. Darin liege die Hauptaufgabe von Elternhaus und Schule. Gertraud Nickl