Auf Einladung Seiner Eminenz, des Bischofs John Kattrukudiyil in Itanagar, der Hauptstadt des Bundesstaates Arunachal Pradesh, besichtigten sie dort eine katholische Schule der Diözese Itanagar, die einen sehr gut geführten Eindruck machte. Eine Grundschule baut dort derzeit Schwester Elisabeth mit anderen Schwestern auf, die abends Frauen Ausbildung am Webstuhl und der Nähmaschine zuteilwerden lässt. Auch weiter im Norden des Landes besichtigten die Damen katholische Schulen, Internate und Krankenstationen. Die Einrichtungen waren ansprechend, die Schüler freundlich und kommunikativ, die Lehrer, meist Priester, engagiert und voll in ihrer Arbeit aufgehend.
Die erste katholische Schule wurde in Arunachal Prasdesh erst 1993 gegründet. Bischof John meint, dass die Arbeit, die er und seine Schwestern und Priester tun, erst in zukünftigen Jahren Früchte tragen wird. Internationale Studien weisen darauf hin, dass Entwicklung ohne Bildung nicht möglich ist. Das Otto-Hahn-Gymnasium unterstützt die wertvolle Arbeit Bischof Johns seit mehreren Jahren. Bischof John besucht regelmäßig das Otto-Hahn-Gymnasium und informiert die Schüler über Indien und seine Arbeit.
Ein erster freundlicher Empfang (es folgten noch viele!) der Schülerinnen und Schüler in Yazuli. Die Mädchen konnten nicht glauben, dass man so blonde Haare haben kann.
Zu den einzelnen Pfarreien ging es auf „25 km-Straßen“ (die durchschnittlich zurückgelegte Distanz beträgt trotz Vierradantriebs etwas 25 km/h).
In der Messe wird fröhlich gesungen. Das Gesangbuch ist auf Nyshi, der örtlichen Sprache, die in lateinischen Buchstaben gedruckt wird.
Wunderschöne Landschaft mit relativ hohen Bergen und vielen Flüssen.
Schüler der Ane-Moriam-Schule in Sangram führen einen traditionellen Tanz auf.
Krankentransport auf dem Rücken von einem Dorf, rund drei Stunden Fußmarsch von der Krankenstation in Sangram entfernt.
Bibelabend (Krippe rechts) in einem traditionellen Haus in Ziro.
Grundschüler in Itanagar
Frauenbildung in Itanagar. In Abendkursen lernen die Frauen Lesen und Schreiben, Hygiene und wie man mit dem Webstuhl und der Nähmaschine den Lebensunterhalt verdienen kann.
Der Bischof und seine Mitarbeiter vor dem Bischofshaus in Itangar.
Christliche SchülerInnen referieren über lebensbegleitende Feste, Riten und Bräuche im Christentum, sodann stellt eine Gruppe muslimischer Schüler die islamischen Hauptfeste vor.
Auch in diesem Schuljahr fand wieder ein fächerübergreifendes Projekt Evangelische Religion – Ethik in der Jahrgangsstufe 10 statt. Unter Leitung von OStRin Schröttel (Evangelische Religionslehre) und OStRin Weiß (Ethik) erstellten SchülerInnen der 10. Klassen des Otto-Hahn-Gymnasiums Marktredwitz Präsentationen zu den Themen „Religion als den Menschen prägende Kraft“ und „Vergleichende Betrachtung der Weltreligionen“, deren Behandlung die Lehrpläne der entsprechenden Fächer vorsehen. In Kleingruppen erarbeiteten die SchülerInnen selbstständig Themenbereiche wie „Religiöse Aspekte in der modernen Musik“, „Die bildnerische Darstellung religiöser Topoi durch die Jahrhunderte“, „Religiöse Motive in der modernen Literatur“ „Religion und Alltag“ und zu religiösen Festen der Protestanten, Katholiken und Muslime und präsentierten die Ergebnisse ihrer Arbeit im Plenum. Ziel des Projektes ist es, den SchülerInnen den Blick für die Allgegenwart von Religion auch in unserer säkularisierten Welt zu schärfen, ihnen Wissen über den Glauben anderer zu vermitteln, ihre Toleranz und Kritikfähigkeit zu auszubauen und ihr ästhetisches Vermögen zu schulen.
Den Abschluss des Projekts bildete ein – von muslimischen Schülern vorbereiteter – Besuch der Marktredwitzer Moschee, an dem auch OStDin Nickl teilnahm, die von zwei Schülern als Zeichen der Verbundenheit ein Bild überreichen ließ. Dieser Besuch, in dessen Verlauf die SchülerInnen auch beim Mittagsgebet zusehen durften, verlief sehr angenehm und instruktiv. Besonderer Dank gilt Hoca Tacettin Konsizoglu , dem geistliche Leiter der besuchten Gemeinde, der sich viel Zeit nahm, ausführlich erklärte und alle Fragen freundlich und genau beantwortete.
Alle Beteiligten betrachteten diese Unterrichtseinheit als sehr gewinnbringend. Sie soll in den nächsten Jahren fortgesetzt werden.
Irmtraud Schröttel