Von Gneis und Amphibolit - Exkursion des Pluskurses Geologie nach Windischeschenbach ans KTB vom 29.06.-01.07.2011

Exkursionsprotokoll

Tag 1, 29.06.2011

Am Vormittag werden die Schüler anschaulich in die Gesteinskunde eingeführt. Zum besseren Verständnis des Aufbaus und der Entstehung von Gesteinen durchlaufen sie verschiedene Stationen, an denen ein zuvor ausgesuchtes Gestein jeweils näher untersucht wird. Dabei betrachten die Teilnehmer ihr Material unter dem Mikroskop, zertrümmern es mit einem Hammer (oder versuchen es zumindest), kratzen es mit einem Eisennagel, bestimmen seine Dichte und sein Gewicht und beträufeln es mit 5%-iger Salzsäure.
Im Anschluss daran werden die Besonderheiten der einzelnen Gesteinsstücke präsentiert und in den Kreislauf der Gesteine eingeordnet.
Am Nachmittag folgen eine Begehung des Bohrturms sowie eine Führung durch den Ausstellungsraum des KTBs.

Härtebestimmung

Analyse unter dem Mikroskop

Salzsäuretest

Kreislauf der Gesteine

Tag 2, 30.06.2011

Der zweite Tag steht ganz im Zeichen der Plattentektonik. Die Schüler wiederholen und vertiefen dabei die wesentlichen Züge der Theorie an verschiedenen Stationen. Dabei rekonstruieren sie den Urkontinent Pangäa, erläutern die geologische Geschichte des Planeten Erde anhand einer geologischen Uhr, stellen Plattenbewegungen mithilfe von Zauberknete und Styropor nach und veranschaulichen die daraus resultierenden Änderungen unter Zuhilfenahme von Basaltmehl.

Faltengebirge im Modell

Faltenentstehung

Zusammenfassen der Ergebnisse

Tag 3, 01.07.2011

Am letzten Tag werden die zuvor erworbenen Kenntnisse auf einer Exkursion in die Praxis übertragen. Die Exkursionsgruppe hält zu Beginn Station auf der Fränkischen Linie, wo sie sich in der Landschaftsbeschreibung und geologischen Einordnung von zu erkennenden Oberflächenformen übt. Im Anschluss daran wird die Entstehung des Parksteins näher analysiert. Dabei erfahren die Jungeologen, dass es sich bei diesem Vulkan um eine durch Erosion heraus präparierte Staukuppe aus Basalt handelt, die am Ende einer Kette von Eruptionen des Vulkans vor ca. 23 Millionen Jahren den Vulkanschlot endgültig verstopft hat und dort erstarrt ist. Im weiteren Verlauf wird der Granit, auf dem die Burg Falkenberg erbaut ist, näher analysiert. Dieser zeichnet sich durch einen auffällig hohen Anteil an Feldspat aus. Das bedeutet, dass der Pluton (=Tiefengestein) sich sehr lange an einer Stelle befunden haben muss, an der Feldspat bereits erstarrt, während die beiden anderen Bestandteile des Granit, Quarz und Glimmer, noch flüssig sind. Die letzte Station des Tages ist schließlich eine Kaolingrube bei Tirschenreuth. Dieses Material ist das Verwitterungsprodukt von Granit unter tropischen Bedingungen. Es besteht fast nur noch aus zu Tonmineralen abgebautem Feldspat.

Kartenarbeit an der Fränkischen Linie

Basaltsäulen am Parkstein

Kaolingrube

 

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