Die Erde bebt!

Exkursion der Klasse 10 c an die KTB nach Windischeschenbach

Am 10. November 2011 führte die Klasse 10c im Rahmen des Geographieunterrichts eine Exkursion zur KTB nach Windischeschenbach durch. Unter der Leitung des Fachlehrers StRef Vogl sowie des Klassenleiters und Fachbetreuers StR Vogel erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler im Labor des GEO-Zentrums an der Kontinentalen Tiefbohrung wesentliche Grundlagen geodynamischer, plattentektonischer Prozesse. Ziel der Exkursion war es, den Lernenden die Inhalte der durch den Lehrplan vorgegebenen Unterrichtssequenz Plattentektonik möglichst anschaulich zu verdeutlichen und näher zu bringen.

Kontinente in Bewegung

Nach halbstündiger Fahrt am GEO-Zentrum angekommen erhielt die Klasse zunächst im Basismodul Plattentektonik einen 90-minütigen Überblick über die wichtigsten geophysikalischen Prozesse, die für die Phänomene an der Erdoberfläche verantwortlich sind. Dabei wurden der Schalenaufbau der Erde und die damit verbundene Dynamik im Erdinneren erläutert. Auf diese Weise lernten die Schüler die Antriebskräfte der Lithosphärenplatten kennen und konnten so Alfred Wegeners berühmte Theorie des Kontinentaldrifts nachvollziehen. Besonderen Spaß in diesem ersten Abschnitt machte die Rekonstruktion der Land-Meer-Verteilung unseres Planeten. Anhand des Kontinentalpuzzles erarbeitete die Klasse die Verschiebung der einzelnen Erdteile im Laufe der Jahr Millionen der Erdgeschichte. Die „eigene“ Aufschiebung unterschiedlicher Gebirgstypen mittels verschiedener Modelle bereitete den Schülern ebenso viel Vergnügen.

Erarbeitungsphase der Exkursionsgruppe

Mit diesem Grundwissen ausgestattet teilte sich die 10c zur selbständigen Erschließung der Inhalte des Aufbaumoduls Erdbeben in 5 Einzelgruppen auf, die sich jeweils engagiert und konzentriert anhand von Texten, Grafiken, Videos, Internetquellen und kleinen Experimenten mit Fragen nach den Auswirkungen, der Entstehung, der Messung, der Lokalisierung sowie den Vorhersagemöglichkeiten von Erdbeben beschäftigten. Am Ende präsentierten die Gruppenmitglieder ihre Ergebnisse in anschaulicher Weise im Plenum.

Im Erdbebensimulator

Prozesse an Plattengrenzen

Einen bleibenden Eindruck hinterließ der Erdbebensimulator der KTB, der die Schüler die Intensität von Erdbebenwellen am eigenen Leib spüren ließ. Des Weiteren glückte der Versuch der gesamten Klasse, durch synchrones Hüpfen ein messbares Mini-Erdbeben auszulösen, das auf dem hauseigenen Seismographen aufgezeichnet wurde.

Der Himalaya entsteht

Die Alpen falten sich

Im Anschluss an die beiden Lernmodule wurde der Exkursionstag nach einer wohlverdienten Brotzeit durch die Besichtigung der Ausstellung System Erde abgerundet. Das hohe Engagement der Klasse und die hervorragenden, örtlichen Gegebenheiten des GEO-Zentrums legten den Grundstein für das Gelingen unserer „Expedition“, die zweifelsohne das tiefere Interesse am Fach Geographie geweckt hat. Besonderer Dank gilt an dieser Stelle StD Köcher vom Gymnasium Neustadt a.d. Waldnaab, der als tatkräftiger Unterstützer seitens der KTB entscheidend zum Erfolg der Exkursion beitrug.


 

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