„Flipper, Jazz und Sputnikfieber“ – Lesung mit Rupert Appeltshauser

Im Rahmen des Projekttages zum Gedenktag „9. November“ und getreu unserem Schulmotto „Bewusst leben in Staat, Heimat, Kultur und Natur“ organisierten die Fachschaften Deutsch und Geschichte für die Jahrgangsstufe 10 eine Lesung am 20. Oktober 2009, in welcher der Autor Rupert Appeltshauser aus Coburg aus seinem Werk „Flipper, Jazz und Sputnikfieber“ einige Auszüge vorstellte.

Auf diese Art und Weise sollte der jetzigen Schülergeneration, die Deutschland vor dem Mauerfall nicht mehr mit eigenen Augen erlebt hat, sondern nur durch vorangegangene Vorträge oberflächlich kennengelernt hat, durch diesen Zeitzeugenbericht die Situation Deutschlands in der Zeit vor 1989 näher gebracht werden. Dazu führte Herr Appeltshauser die anwesenden 10. Klassen anhand seiner eigenen Kindheitserlebnisse, veranschaulicht durch zahlreiche Bilder, in seine spätere Vorlesung ein, auch um sicherzugehen, dass das benötigte Vorwissen bereits vorhanden ist, was sich aufgrund der ausführlichen Bearbeitung dieses Themenkomplexes im Geschichtsunterricht in keiner Weise als Problem darstellte. Im Anschluss daran konnte der Autor folglich mit seinem eigentlichen Vortrag beginnen. Ein Punkt, der Herrn Appeltshauser sehr am Herzen lag, bestand darin, den Schülern zu verdeutlichen, wie beschwerlich es war, einen Ausflug, egal ob länger oder nur kurz, über die innerdeutsche Grenze zu unternehmen. Er verbrachte, obwohl in Westdeutschland aufgewachsen und zu Hause, durch Besuche bei den Großeltern und Verwandten immer wieder geraume Zeit im ostdeutschen Grenzland und bekam so den sozialistischen Alltag am eigenen Leib zu spüren. Des Weiteren wollte der Autor unbedingt den Schülern noch darlegen, dass in der Zeit während der Zweiteilung Deutschlands teils extreme Vorurteile gegenüber den russischen Besatzern vorherrschten. Diese entpuppten sich aber - laut des Schriftstellers - meist schon bei der ersten persönlichen Begegnung mit einem russischen Soldaten als aus der Luft gegriffen.

Abschließend kann festgehalten werden, dass die Veranstaltung bei den Schülern insgesamt auf positive Resonanz stieß und so auch ihren Zweck als lebendige Ergänzung zum normalen Geschichtsunterricht vollkommen erfüllte.

 

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