von Studiendirektor a.D. Alfons Prechtl, ehemaliger Fachbetreuer Latein und Katholische Religionslehre
Das Titelbild zeigt einen Teil des Kolosseum in Rom. Das weltberühmte Bauwerk ist ein Symbol für unsere Arbeit im Fach Latein am Otto – Hahn – Gymnasium.
Es handelt sich dabei um einen Ausschnitt aus dem Gesamtgebäude, das seinerseits nicht mehr ganz erhalten ist, aber die Öffnungen geben einen Einblick in das Gebäude, und, wenn man sich im Innern befindet, einen Ausblick in die Welt um einen herum.
- Der Unterricht im Fach Latein als 2. Fremdsprache beginnt im G 8 in der sechsten Klasse. Sukzessiv wird bis zur 8. Klasse eine Gebäude errichtet, das tragfähig
ist, um in den Klassen 9 und 10 die Beschäftigung und Auseinadersetzung mit der lateinischen Literatur zu bestehen. In den Kursen der Q 11 und Q 12 (inklusive W- und P- Seminaren) kann dann dieser Ausschnitt vertieft werden. Zunehmend wird Latein als
Unterrichtsfach wieder gewählt, wobei sicherlich der Wert von Latein an sich
im Vordergrund steht. Die Lateinlehrer versuchen mit allerlei Methoden, den
Anforderungen der Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden. Dabei wird
schon in der Unterstufe versucht, „ vernetztes Denken“ durch Einbeziehung
anderer Sprachen und sprachlicher Erscheinungen zu erreichen. Ziel ist es
letzten Endes, Zusammenhänge deutlich zu machen und Latein als Basis –
sprache zu entwickeln.
- Wenn es gelungen ist, einen Blick durch das Fenster in das Innere des Kolos-
seums ( sprich: die lateinische Sprache) zu erreichen, muss das Ganze gefestigt
und erweitert werden. Projekte, Aktionen und Veranschaulichungen sollen
die Maßnahmen unterstützen. Das Erstellen von Schautafeln, die an ver-
schiedenen Orten des Schulgebäudes platziert werden, die Präsenz von Latein
bei Schulveranstaltungen (Schulfest u.ä.) oder aber die Durchführung von Fahrten zu antiken Stätten ( z. B. Weißenburg, Regensburg) ermöglichen eine intensive Vorbe-
reitung, wobei die Initiative von Einzelnen , aber auch von Gruppen gefragt ist.
Auch die Beschäftigung mit z. B. von lateinischen Inschriften in der näheren und
weiteren Umgebung geben den Schülerinnen und Schülern, und den
Lehrern einen großen Raum der Betätigung. Die Vergegenwärtigung von geschichtlichen Ereignissen, die Motive von Handlungen und vor allem das Leben
des einfachen Menschen sollten im Zentrum unserer Bemühungen stehen. Dies wird
u.a. dadurch versucht, dass man von Zeit zu Zeit den Schülern die Möglichkeit bietet,
dies kennen zu lernen( z.B. durch den Besuch der Universitätsgruppe Legio III aus
Regensburg ( von Regenburg nach Verona“).
- Wenn man in dem Gebäude drinnen ist, kann man nach außen schauen, das eigentliche
Ziel des Lateinunterrichtes. Die Welt auch mit den Augen der Vergangenheit, speziell aus der Sicht der Antike, sehen. Dabei wird nicht nur Wert darauf gelegt, sich mit den großen antiken Schriftstellern, Philosophen und Denkern befassen zu können, möglichst am Original, sondern auch christliche und mittelalterliche Texte sollen den Horizont erweitern. So wird versucht, das Konzert der Schulfächer möglichst bunt und vielfältig zu erhalten und zu fördern mit dem Ziel, Jugendliche auf das Leben und dessen Bewältigung vorzubereiten.