Darbietungen gehen unter die Haut

Beim großen Finale wurde es wieder eng: Von Jahr zu Jahr beteiligen sich mehr Aktive am Konzert.
Foto: Geiger

Marktredwitz - Ein lieb gewordenes Ritual vor dem Fest nannte Oberstudiendirektorin Gertraud Nickl das Weihnachtskonzert des Otto-Hahn-Gymnasiums. Auch in diesem Jahr hieß sie Schüler, Eltern, Lehrer, Mitglieder des Fördervereins und des Elternbeirats sowie Vertreter aus Politik und Wirtschaft wieder ganz herzlich willkommen. Neben den hauptamtlichen Lehrkräften Werner Stehbach, Andreas Krauß und Florian Simeth wurden im Zusammenhang mit dem neu eingerichteten musischen Zweig auch eine Reihe von nebenamtlichen Lehrkräften aus Marktredwitz und Umgebung eingebunden. Dank sprach Nickl auch den Sponsoren aus, mit deren Hilfe die Schulqualität erheblich habe gesteigert werden können: So habe der Elternbeirat ein Smartboard, der Förderverein einen digitalen Vertretungsplan, die Sparkasse die Anschaffung zweier Celli und die VR-Bank die Erweiterung der Tribüne finanziell ermöglicht.
Dass gerade diese Erweiterung der Chorstufen dringend nötig gewesen ist, sah man bereits beim Aufmarsch des Unterstufenchors, der den Auftakt des Konzerts übernahm. Unter der Leitung von Werner Stehbach lieferten die Schüler der Jahrgangsstufen fünf bis sieben zusammen mit dem Orchester und Gesangslehrerein Ursula Steppert eine tadellose Leistung ab und interpretierten "The Drummer Boy" und "Ding, dong! Merrily on high!" mehrstimmig und mit Temperament.
Von Konzert zu Konzert steigern sich die Streicher: Sie hatten sich den "Winter" aus Vivaldis "Vier Jahreszeiten" vorgenommen und machten mit guter Intonation und homogenem Klang ihren Instrumentallehrern und Ensembleleiter Simeth Ehre. Auch das Querflötensolo von Verena Rögner fügte sich hier perfekt ein.
Um den Chornachwuchs braucht keinem bange zu sein: Die Chorklassen der fünften und sechsten Jahrgangsstufen des musischen Zweigs überzeugten mit passgenauen Arrangements von Werner Stehbach.
Zurücklehnen und genießen ist bei der "Schulcombo" angesagt: Holz- und Blechbläser, Klavier, Schlagzeug und E-Gitarren sorgten mit Soli, eingebettet in swingende, gefällige Arrangements ("The most wonderful time", "Jingle Bells") von Florian Simeth für den richtigen Sound.
Der Kammerchor, betreut von Andreas Krauß, wartete unter anderem mit einem gefühlvollen "Stille Nacht" auf und webte für die drei Solistinnen Johanna Troesch, Nina Beck und Laura Weiß, die sich wünschten "Everyday would be like Christmas", einen dezenten Klangteppich. Ein lautes und fröhliches Weihnachten repräsentiert traditionell die Big Band, für die Andreas Krauß sich wieder einiges hatte einfallen lassen. Natürlich fehlte auch in diesem Jahr die humoristische Einlage nicht: Bei "Still, still, still, weil' s Kindlein schlafen will" dürfte besagtes Kindlein zwar kein Auge zugetan, sich jedoch prächtig amüsiert haben.
Mit gut ausgebildeten Stimmen konnte wie immer der "Grundkurs Chor and friends" unter der Leitung von Werner Stehbach punkten. Weihnachtliche Sätze von Hans Lang und John Rutter brachten den feinen Chorklang dieser beiden letzten Kollegstufenjahrgänge wunderbar zur Geltung. Höhepunkt des Abends war sicherlich das "Engelsterzett" ("Hebe deine Augen auf") von Mendelssohn-Bartholdy, das Johanna Troesch, Laura Weiß und Stefanie Marschner in perfekter dreistimmiger Harmonie zu Gehör brachten. Zum Finale intonierten alle Sänger und Musiker zusammen mit dem Publikum "Macht hoch die Tür" und setzten mit der Zugabe "Transeamus" einen glanzvollen Schlusspunkt unter ein gelungenes Konzert, das wieder viel zu rasch zu Ende war.
Uschi Geiger
FRANKENPOST 29.12.2009

 

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