Was Gymnasiasten werden

Mit den Aufgaben des Architekten machte Ingenieurin Birgit Schubart vom Architektenbüro Kuchenreuther bekannt.

Mit der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Hof hat das Marktredwitzer Otto-Hahn-Gymnasium für Schüler der Kollegstufe einen "Studieninformationstag" angeboten, der reichlich genutzt worden ist. Einen Vormittag lang berichteten Experten aus Hochschulen, Firmen und Behörden über vielfältige Studien- und Berufsfelder und stellten sich den Fragen der Teilnehmer.
Laut Schulleiterin Gertraud Nickl ist in der Oberstufe des G 8 die Berufsinformation fest installiert. Inzwischen sei sie auch von der Industrie als Möglichkeit entdeckt worden, akademischen Nachwuchs in der Region zu halten - was trotz Krise mittelfristig eine wichtige Zukunftsinvestition sei. In der früheren Oberstufe sei die Berufsinformation nicht im Lehrplan abgesichert gewesen. Umso mehr freute sich Nickl darüber, die gute Tradition des Otto-Hahn-Gymnasiums fortzusetzen und in einem Berufswahlseminar über die moderne Arbeitswelt zu informieren. Da man heute nicht mehr davon ausgehen könne, dass der einmal gewählte Beruf ein Leben lang ausgeübt werde, sei die Berufswahl eine eminent wichtige Entscheidung.
An die Kollegiaten appellierte die Schulleiterin, nach dem Abitur zügig ein Studium oder eine Ausbildung zu beginnen, da sich ab 2011 nicht nur in Bayern ein Doppel-Jahrgang um Studien- und Ausbildungsplatz bemüht, sondern bis 2013 auch in fünf weiteren Bundesländern. "Zu wissen, wofür man lernt, und was man braucht, um sein Berufsziel zu erreichen, erleichtert auch ein zielstrebiges Lernen", schloss die Oberstudiendirektorin.
Armin Schmidt von der Berufsberatung Hof betonte die gute Zusammenarbeit mit dem Otto-Hahn-Gymnasium und machte auf die zahlreichen Informationsmöglichkeiten, das Engagement der örtlichen Firmen und auf die aktuelle Bewerbungstermine aufmerksam. Beratungslehrer Jürgen Herr hob die Notwendigkeit einer soliden Entscheidung hervor. Wichtig sei auch die Bereitschaft, sich intensiv und mit der nötigen Leistung auf das gewählte Gebiet einzulassen.
Vertreten waren neben der Sparkasse Hochfranken auch die Firma Rapa (Selb), die Sonnen-Apotheke (Marktredwitz) das Architekturbüro Kuchenreuther (Marktredwitz), die Rechtsanwaltskanzlei Kanzlei Merkl & Prechtl (Wunsiedel), das Landratsamt Wunsiedel, die Polizeidirektion Hof, die Frankenpost, die Wehrdienstberatung der Bundeswehr, das Jugendhilfezentrum Wunsiedel und die Fachschule für Produktdesign (Selb). Die Studienberatung der Universität Regensburg gab Tipps zur Studienorganisation und zu Lehramtsstudiengängen, die Universität Jena referierte zum Studiengebiet "Life sciences".
Die Themen "Studieren an Fachhochschulen" und "duale Studiengänge" wurden von der Hochschule Hof übernommen, die auch die Studiengänge internationales Management, Informatik und innovative Textilien vorstellte. Das Studienangebot im Bereich Medien stellte die Hochschule Mittweida vor. Für interessierte Schüler bot der psychologische Dienst der Arbeitsagentur Hof die Teilnahme an studienfeldbezogenen Eignungstests an.
Mit den Aufgaben des Architekten machte Ingerieurin Birgit Schubart vom Architektenbüro Kuchenreuther bekannt.
Alfons Prechtl
FRANKENPOST 08.03.2010

 

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