Urkunden und Preise haben die erfolgreichen Schülerinnen Tamara Wegmann und Vanessa Hoffmann (Zweite und Dritte von links) von Studienrätin Maria Sertl (links) und Schulleiterin Gertraud Nickl bekommen.
Ganz im Zeichen Osteuropas stand der diesjährige Europa-Projekttag des Otto-Hahn-Gymnasiums Marktredwitz. Studienrätin Cornelia Dietz eröffnete die Ausstellung und die "kulinarische Reise durch Osteuropa", die in der Aula des Gymnasiums aufgebaut worden waren. Sie erklärte, dass mit dem sogenannten "Mauerfall", der Wiedervereinigung Deutschlands vor 20 Jahren, und dem Zusammenbruch des Ostblocks die Grundlage für eine Osterweiterung der Europäischen Union 2004 und 2007 gelegt worden sei. Dietz appellierte an die Jugendlichen, sich als Teil Europas zu sehen und es lebendig zu gestalten.
Die Schüler der Jahrgangsstufe zehn erstellten im Sozialkundeunterricht unter Anleitung der Lehrkräfte Johanna Weiß, Sebastian Macht und Cornelia Dietz Plakate, auf denen die Staaten Tschechien, Slowakei, Polen, Estland, Lettland, Litauen, Slowenien, Ungarn, Rumänien und Bulgarien präsentiert wurden. Themen waren beispielsweise das politische System, die Geschichte, die geografische Struktur, Kultur, bedeutende Persönlichkeiten oder auch sportliche Ereignisse. Die Teilnehmer des Wahlkurses "Politik und Zeitgeschichte" ergänzten die Ausstellung durch Informationen über wichtige historische Ereignisse und politische Institutionen der Europäischen Union. Zudem wurden typische Speisen dieser Länder angeboten, beispielsweise Kuchen aus Tschechien, eine leichte Sommerspeise aus Bukowina, lettische Speckbrötchen oder Lebkuchenpilze.
Oberstudiendirektorin Gertraud Nickl verwies auf den Gipfel der Euroländer, der kürzlich stattgefunden hat. Die Wirtschafts- und Finanzminister diskutierten über die Stabilisierung des Euro. Dies zeige, dass die Europäische Union immer wieder mit Problemen zu kämpfen habe. Europa brauche eine Koordinierung seiner Wirtschaftspolitik und müsse weiterhin auf die Konsolidierung des Haushalts achten.
Schulleiterin Gertraud Nickl und Studienrätin Maria Sertl überreichten bei der Ausstellungseröffnung auch die Preise und Urkunden des europäischen Wettbewerbs an die besonders erfolgreichen Gymnasiastinnen Tamara Wegmann und Vanessa Hoffmann (Klasse 6 a). Maria Sertl erläuterte das Thema "Wenn jeder gibt, was er hat, dann werden alle satt". Im Kunstunterricht wurde dazu der Leitgedanke, zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung aufzurufen, gestalterisch umgesetzt. Cornelia Dietz
FRANKENPOST 09.06.2010