5000 Insekten in 116 Vitrinen

Die Insekten im "Rollenden Insektarium" zogen die Schüler in den Bann. Foto: ap

Die Gymnasiasten erleben eine ganz besondere Ausstellung von präparierten und lebendigen Tieren.
Eine Woche lang hat das "Rollende Insektarium" Station am Otto- Hahn-Gymnasium gemacht. Es handelt sich dabei um die einzige mobile Insektenausstellung des begeisterten Entomologen Rupert Wanninger, die in zahlreichen Schaukästen mit etwa 5000 Individuen aus 1500 verschiedenen Arten besteht und die faszinierende Vielfalt der Insekten wiedergibt. Ein Ziel der Ausstellung ist es auch, den Schülern zu zeigen, wie schützenswert die Natur ist. Zahlreiche Klassen des Gymnasiums verlegten eine Unterrichtsstunde in den Ausstellungsraum; als Gäste waren auch Schülerinnen und Schüler der Montessori-Schule Marktleuthen dabei.
Schon über 35 Jahre beschäftigt sich Rupert Wanninger aus Donaustauf hobbymäßig als Entomologe mit Insekten. 37 Jahre lang war er an der Realschule in Regenstauf als Fachlehrer tätig. Seit September 2008 bietet er nunmehr die Insektenausstellung für Schulen an. In 116 Vitrinenkästen befinden sich etwa 5000 präparierte Tiere. Außerdem werden noch besonders attraktive Insekten und Insektenverwandte, wie Stabheuschrecken, Gottesanbeterinnen, Vogelspinnen, Gespensterheuschrecken und Riesenkäfer lebend gezeigt. Da sie ausnahmslos ungefährlich sind, durften sie auch von den Schülerinnen und Schülern auf die Hand genommen werden; anfängliche Scheu legte sich dabei schnell.
Die Unterrichtsstunde begann mit einer umfangreichen Einführung in die Welt der Insekten durch Rupert Wanninger. Er sagte, dass drei Viertel aller Tiere auf der Erde Insekten sind. Bisher wissenschaftlich beschrieben sind über eine Million Arten. Alle Insekten sind kurzlebige Tiere, die die meiste Zeit als heranwachsende Larve zubringen.
Der Mensch, so Wanninger, schaffe sich seine eigene Welt und verliere dabei allzu leicht den Kontakt zur natürlichen Umwelt. Da auch die Lehrpläne der Schulen der Technik einen höheren Stellenwert einräumten als der Beschäftigung mit der Natur, wolle das rollende Insektarium diese Lücke überbrücken helfen. Denn ein Besuch öffne schließlich die Augen für Neues und fördere die Fähigkeit zu begreifen, dass die Menschen die Pflicht hätten, diese Natur für die Nachwelt zu bewahren. Alfons Prechtl
FRANKENPOST 08.07.2010

 

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