An zwei Tagen gastierte die Autorin Lioba Happel am Otto-Hahn-Gymnasium, um die sechsten Klassen nicht nur mit ihren Werken bekannt zu machen, sondern auch, um die jungen Leute für das Lesen und die Beschäftigung mit der Literatur zu begeistern. Studienrätin Cornelia Dietz hatte die Veranstaltung in den einzelnen Klassen vorbereitet. Im Anschluss an die Dichterlesung folgten jeweils eine Aussprache und Tipps, wie man besonders gut schreiben lernen kann.
Lioba Happel, die seit ihrer Heirat den Namen Hischenhuber trägt, wuchs in Franken auf. 1978 begann sie an der Uni Bamberg ein Studium der Sozialpädagogik. 1981 wechselte sie zur Germanistik und Hispanik. Das Studium schloss sie 1986 in Berlin mit dem Magistergrad ab. Danach lebte sie als freie Schriftstellerin in Berlin. 1992 nahm sie am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt teil. Nach Aufenthalten in England, Irland, Spanien und der Schweiz lebt Lioba Happel nun in Schirnding. Für ihre Gedichte und Prosatexte erhielt sie mehrere Auszeichnungen.
Mit Witz und Verstand greift die Autorin Themen der heutigen Gesellschaft auf: Migration und Rassismus, Armut und "Verreichung", Alter und Einsamkeit, Schul- und Elternmisere. Bei ihrem Besuch am OHG las Lioba Happel aus zwei Büchern: aus "Lucy, oder Warum sind die Menschen so komische Leute" und "Myriell: Das Mädchen, das nicht hexen konnte". Letzteres ist noch nicht veröffentlicht, soll aber bald erscheinen. A. P.
Lioba Happel
FRANKENPOST 09.07.2010