Marktredwitz - Schüler sollen dazu erzogen werden, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken. Dazu gibt es fächerübergreifende Projekte. Am Otto-Hahn-Gymnasium stellten sich die Evangelische Religionslehre unter der Leitung von Irmtraud Schröttel und das Fach Ethik unter der Leitung von Johanna Weiß dieser Aufgabe. In den zehnten Klassen erstellten die Schüler zu den Themen "Religion als den Menschen prägende Kraft" und "Vergleichende Betrachtung der Weltreligionen" Präsentationen, deren Behandlung auch die Lehrpläne vorsehen.
In Kleingruppen erarbeiteten die Schüler selbständig Themenbereiche wie "Religiöse Aspekte der modernen Musik", "Die bildnerische Darstellung religiöser Topoi durch die Jahrhunderte", "Religiöse Motive in der modernen Literatur", "Religion und Alltag". Zu religiösen Festen der Protestanten, Katholiken und Muslime und präsentierten sie die Ergebnisse ihrer Arbeit im Plenum. Ziel des Projektes ist es auch, den Schülern den Blick für die Allgegenwart von Religion auch in unserer säkularisierten Welt zu schärfen, ihnen Wissen über den Glauben anderer zu vermitteln sowie ihre Toleranz und Kritikfähigkeit auszubauen.
Den Abschluss des Projekts bildete ein von moslemischen Schülern vorbereiteter Besuch der Marktredwitzer Moschee, an dem auch Schulleiterin Gertraud Nickl teilnahm, die von zwei Schülern als Zeichen der Verbundenheit ein Bild überreichen ließ. Dieser Besuch, in dessen Verlauf die Gäste auch beim Mittagsgebet zusehen durften, verlief sehr angenehm und instruktiv. Besonderem Dank wurde Hoca Tacettin Konsizoglu, dem geistlichen Leiter der Gemeinde, abgestattet, der sich viel Zeit nahm, ausführlich erklärte und alle Fragen freundlich und genau beantwortete. A. P.
FRANKENPOST 21.12.2009