Buhlen um die Gunst neuer Bürger

Von 72 neuen Lehrern in Marktredwitz waren 66 der Einladung ins Rathaus gefolgt, um sich hier über die Stadt und ihre Angebote zu informieren. Fotos: Herdegen

Marktredwitz - Zum gegenseitigen Kennenlernen hatte Oberbürgermeisterin Dr. Birgit Seelbinder die 72 neuen Lehrer, die an den acht Marktredwitzer Schulen zu unterrichten begonnen haben, ins Historische Rathaus eingeladen. 66 Lehrerinnen und Lehrer waren gekommen. Für die vielen neuen Lehrer und Referendare lohne es sich, Näheres über die Stärken und Schwächen dieses Raumes zu erfahren, meinte Seelbinder, die kräftig die Werbetrommel für ihre Stadt rührte.
Die Oberbürgermeisterin dankte vor allem SPD-Stadtrat Sebastian Macht, der am Otto-Hahn-Gymnasium unterrichtet. Mit ihm zusammen habe sie die Idee für dieses Projekt erarbeitet. Die Leiter aller Schulen hatten sich ebenfalls zu dieser Großveranstaltung eingefunden.
Nicht nur Vertreter der Schulen erachteten es als wichtig, die Neuankömmlinge in Marktredwitz zu begrüßen. So waren auch die Leiter des Einwohnermelde-, des Ordungs-, Bau-, Fremdenverkehrs-, Haupt- und Kulturamtes sowie die Geschäftsführer von Stewog und Baugenossenschaft gekommen. Auch Vertreter des Einzelhandels, der Vorsitzende des Stadtsportverbandes und die Frankenpost begrüßten die Neu-Bürger. Unsere Zeitung übergab Probe-Abos, Vereine und Institutionen hatten Prospekte, Flugblätter und weiteres Informationsmaterial ausgelegt oder stellten sich den Fragen der neuen Lehrer.
Seelbinder pries Marktredwitz als Handelsstadt, in der 2,07-mal mehr Menschen einkauften, als die Stadt Einwohner zähle. "Man kann in der Stadt alles kaufen." Marktredwitz sei auch eine Sportstadt mit 27 entsprechenden Vereinen. Hier würden Stadtrundgänge und -führungen angeboten. Seelbinder regte an, die neuen Lehrer sollten sich in Listen eintragen: "Wir werden auf Ihre Wünsche eingehen und Stadtführungen organisieren." Es gebe nochmals eine Nachtwächterwanderung im Oktober, kündigte sie an. Es gebe verschiedene Kneipen in der Stadt, wo die Frauen und Männer nette Menschen kennenlernen könnten.
Die Oberbürgermeisterin forderte alle Lehrer auf, mit einer Stecknadel ihren Herkunftsort auf der Landkarte im Rathaus zu markieren. Nach der Vorstellungsrunde aller Gäste wurde ein kurzer Stadtfilm vorgeführt. Seelbinder stellte die Mittelpunktsfunktion von Marktredwitz aufgrund der geographischen Lage heraus. Dadurch gebe es mehr Möglichkeiten zum Einkaufen und auf dem Freizeitsektor als in ähnlich großen Städten. Um neue Bürger für Marktredwitz zu gewinnen pries die Oberbürgermeisterin die niedrigen Lebenshaltungskosten, erschwingliche Wohnungen und eine wunderbare Landschaft. "Die Schulstadt zählt 7000 Schülerinnen und Schüler", verdeutlichte Seelbinder. Die Oberbürgermeisterin gab noch einen kurzen Abriss über die Wirtschaft, Schulen und Kinderbetreuung sowie über das Klinikum. Obendrein sei Marktredwitz auch eine Umweltstadt. Heinz Herdegen
FRANKENPOST 18.09.2009

 

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