In den Chemie- und Physiksälen hatten die Lehrer Experimente vorbereitet.
War der Andrang beim "Tag der offenen Tür" im Otto-Hahn-Gymnasium in den vergangenen Jahren schon gut, so wurden diesmal die Besucherzahlen noch einmal übertroffen. Grund dafür war nicht nur das schöne Wetter, sondern sicherlich auch der neue Schulzweig mit dem musischen Gymnasium, der nun schon zum zweiten Mal angeboten werden kann. Unter den Gästen waren auffallend viele, die früher die Schule absolvierten und nun ihre Kinder anmelden möchten.
Mit einem gesanglichen und musikalischen Gruß durch den Unterstufenchor und eine Streichergruppe unter der Leitung von Werner Stehbach und Andreas Krauß wurden die Gäste in der Aula der Schule in Empfang genommen. Studiendirektor Norbert Leeb, Mitarbeiter im Direktorat, übernahm die offizielle Begrüßung. Er sprach von einer wichtigen Entscheidung, die mit dem Eintritt ins Gymnasium verbunden sei. Die Schule erwarte leistungsfähige, -willige und -bereite Schülerinnen und Schüler. Man sei bestrebt, im Lebensraum Schule eine Heimat zu bieten.
Die Marktredwitzer Schule selbst hatte sich auf diesen Tag gut vorbereitet. Zehn Lehrer führten in kleinen Gruppen die Besucher durch das Haus, unterstützt von zahlreichen Schülern, den sogenannten Tutoren. Im Musiksaal wurde ausführlich der neue Schulzweig erläutert. In mehreren Fachräumen der Chemie und Physik waren zum Teil beeindruckende Experimente vorbereitet worden, von denen die kleinen Besucher nicht genug bekamen. Außerdem im Blickpunkt: Computerraum, Sprachlabor, Zentralbibliothek, Schülerlesebücherei, Werkraum, Zeichensaal und Turnhalle.
Beim Verlassen der Gebäude zeigten sich die meisten "neuen" Schülerinnen und Schüler erfreut, wenn auch eine gewissen Skepsis nicht übersehbar war. Jedenfalls hat man wenigstens schon einmal das Gebäude ein bisschen von innen kennen gelernt.
Wir fragten einige "Neue" nach ihren Eindrücken: Leonie Gottsmann besucht zurzeit noch die Grundschule in Neusorg. Sie wurde durch ihre Schwester Hannah, die schon das OHG besucht, animiert, doch auch diese "Laufbahn" einzuschlagen. Auch bei höheren Belastungen glaubt sie, dass ihre Hobbys Sport, Kunst und Handarbeit nicht zu kurz kommen.
Noch nicht entschieden hat sich Lorenz Riedel aus Mitterteich, ob er in Marktredwitz oder Tirschenreuth das Gymnasium besuchen wird. Er ist sich bewusst, dass es anspruchsvoller werde. Hingezogen von den musikalischen Darbietungen zeigte sich Sabrina Held aus Wölsauerhammer, auch wenn ihr Berufswunsch eher in Richtung Computer geht. Zwei Stunden Hausaufgabe verkrafte sie ohne Weiteres, dann gehe es zum Tanzen oder zum Quadfahren. Alfons Prechtl
FRANKENPOST 29.04.2010