Vielfalt statt Einfalt

Der Formel-1-Nachwuchs übte schon mal mit Bobbycars. Foto: Geiger

Schüler und Lehrer des Otto-Hahn-Gymnasiums präsentieren beim Schulfest ein ernstes Thema mit "Pfiff" und Engagement. Dazu haben sie Unterhaltsames und Fröhliches im Angebot.
Wie ein ernsthaftes Thema mit Pfiff und Engagement so aufbereitet werden kann, dass es die Köpfe und Herzen vieler erreicht und wie es dazu noch in einen fröhlichen, bunten Nachmittag verpackt wird, demonstrierte am Samstag das Otto-Hahn-Gymnasium Marktredwitz: Das diesjährige Schulfest stand unter dem Thema "Migration und Integration".
Die Veranstalter hatten sich eine Menge einfallen lassen: Den Auftakt machte eine lebhafte Podiumsdiskussion (siehe unten stehenden Artikel), in deren Anschluss Oberstudiendirektorin Gertraud Nickl das "Festprogramm" eröffnete. Die Aktivitäten etlicher Klassen orientierten sich am Thema des Tages und wurden viel beachtet. So war zum Beispiel der offizielle Einbürgerungstest eine willkommene Gelegenheit, die eigenen staatsbürgerlichen Kenntnisse zu überprüfen - da kam so mancher ins Schwitzen. Der Film der Projektgruppe zum Thema Integration zog viele Besucher an, doch Spezialitäten aus aller Welt lockten ebenso wie eine kleine "Trommelwerkstatt" oder das Fotostudio, das den soliden Fichtelgebirgler im Handumdrehen in einen smarten Weltbürger vor der Kulisse des Grand Canons oder der Skyline New Yorks verwandelte.
Viel soziales Engagement der Schulgemeinschaft wurde sichtbar: So stellte zum Beispiel eine Klasse das "Ziegenprojekt" des Arzberger Gemeindereferenten Ulrich Frey vor, das bedürftigen Familien in Kenya eine Lebensgrundlage schenkt; auch Südafrika und Nigeria wurden aufwändig thematisiert. Zudem geht der gesamte Erlös des Schulfestes an Waisenkinder in Ruanda (www.umudugudu.de).
Natürlich fehlten am Samstag auch die üblichen Klassiker des Schulfests nicht. Man hatte die Qual der Wahl zwischen Theater, Chemievorführungen, Kunstausstellungen, einem rasanten Bobbycar-Rennen oder Torwandschießen. Eine reich bestückte Tombola des Fördervereins ließ unter anderem auf ein iPad oder ein Cube-Bike hoffen.
Die traditionelle Sportvorführung in der Aula sowie der Einsatz der schuleigenen Big Band beschlossen den Tag schwungvoll. Selbstverständlich sorgte auch der Elternbeirat wieder für reichlich Speisen und Getränke auf dem Schulhof. U. G.

 

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