Schulleiterin Gertraud Nickl (links) verabschiedete die langgedienten Lehrkräfte Dorothea Wiehl, Herbert Freitag und Alfons Prechtl (von links) in den Ruhestand. Mit im Bild: Personalratsvorsitzender Markus Dumler (rechts). Foto:pr
Langgediente Lehrkräfte gehen in den Ruhestand. Rektorin Nickl verabschiedet Dorothea Wiehl, Alfons Prechtl und Herbert Freitag.
Umfangreiche Personaländerungen verzeichnet das Otto-Hahn-Gymnasium zum Schuljahresende. Ruhestandversetzung, Altersteilzeit, Versetzungen an andere Schulen und Rückkehr von Referendaren an ihre Stammschule werden zum neuen Schuljahr das Gesicht der Schule neu formen. Schulleiterin Gertraud Nickl würdigte in der letzten Lehrerratssitzung des Schuljahres die Tätigkeiten der ausscheidenden Lehrkräfte.
Den gesetzlichen Ruhestand tritt Studiendirektor Alfons Prechtl an. Seit 35 Jahren unterrichtete er am OHG in den Fächern katholische Religion und Latein, denen er viele Jahre als Fachbetreuer vorstand. Als Lehrer und Beamter zeigte er stets hohe Einsatzbereitschaft, so Nickl. Dem Ansehen der Schule diente Prechtl als unermüdlicher Verbindungsmann zur Presse. In vielen Projekten holte er die Weltkirche, beispielsweise Friedensnobelpreisträger Bischof Belo aus Osttimor, an die Schule, sagte Nickl. "Er holte die jungen Menschen dort ab, wo sie standen, bei ihren Sorgen, Nöten und unbeantworteten Fragen. Für seine Schülerinnen und Schüler war er stets authentisch und ihres Vertrauens würdig."
Studiendirektor Herbert Freitag tritt in die Freistellungsphase der Altersteilzeit. Das OHG war seit 1979 seine berufliche Heimat. Er unterrichtete die Fächer Mathematik und Physik. Als Kollegstufenbetreuer, Mitarbeiter im Direktorat und seit 2002 ständiger Vertreter des Schulleiters übte er Positionen in vorderster Reihe aus. "Herbert Freitag war praktisch immer in der Schule präsent, bei kleinen oder großen organisatorischen Fragen war er immer ansprechbar; er hat fast immer Bescheid gewusst und konnte in jedem Fall weiterhelfen", lobte Nickl. Er habe ein unglaubliches Gedächtnis. Einen besonderen Namen habe sich Freitag zudem mit der Organisation des Schüleraustausches mit Bassano gemacht.
Ebenfalls in die Freistellungsphase der Altersteilzeit tritt Oberstudienrätin Dorothea Wiehl. Sie unterrichtete seit 1975 am OHG in den Fächern Französisch und Deutsch. Mit ihrem Ehemann Bernhard Wiehl war sie viele Jahre lang am Schüleraustausch mit La Mure beteiligt. Bei den alljährlichen Begegnungen war sie nicht nur beruflich, sondern auch privat und persönlich sehr engagiert. Ihr Einsatz für die jahrzehntelange Partnerschaft mit La Mure wurde mit der Ehrenmedaille des Partnerschaftskomitees von La Mure, der Verdienstmedaille der Stadt La Mure und auch seitens des Otto-Hahn-Gymnasiums gewürdigt. Sie lief nie dem "Zeitgeist" hinterher, sondern bestand auf Qualität und ging nie Kompromisse bezüglich ihrer Prinzipien ein. Sie forderte von ihren Schülern Leistung und Disziplin.
Weiter verlassen die Schule durch Versetzung an andere Gymnasien: Ursula Bock (Englisch, Französisch, Italienisch), Stefan Heldwein (Biologie, Chemie), Claudio Schraudolph (Englisch, Geschichte, Ethik), Florian Simeth (Musik), Silke Miska (Deutsch, Englisch) und Nicola Wienröder (Deutsch, Geschichte). Zahlreiche Referendare kehren an ihre Stammschule zurück. AP
FRANKENPOST 30.07.2010