Freude über erste elektronische Tafel

Studienrat Andreas Vogel (links) informierte über die interaktive Tafel, die die herkömmliche Schultafel ablösen könnte.

Werden Kreide, Schwamm und herkömmliche Schultafel bald überflüssig sein? Studienrat Andreas Vogel stellte am Otto-Hahn-Gymnasium dem Schulforum (Schulleitung, Eltern-, Lehrer- und Schülervertretung) ein erstes Exemplar der interaktiven Tafel, der sogenannten Whiteboard , vor, die bisher nicht gekannte Einsatzmöglichkeiten bietet. Möglich wurde die Anschaffung durch eine großzügige Spende des Elternbeirates. Weitere Anschaffungen sind nicht eine Frage der Technik, sondern nur der Finanzierung.
Ein interaktives Whiteboard ist eine elektronische Tafel, die an einen Computer angeschlossen ist. Das Bild wird von einem Beamer projiziert. Über Sensoren wird ein Koordinatensystem dargestellt, das es ermöglicht einen Computer mit all seinen Funktionen und für alle sichtbar einzusetzen. Benützt werden kann die Einrichtung von allen Fächern, für die zahlreiches Material bereits vorhanden ist bzw. vom Internet heruntergeladen werden kann. Die Software kann auch vom Lehrer zur häuslichen Vorbereitung genutzt werden.
Nach einer Anfang 2008 vorgelegten Studie sind an deutschen Schulen rund 26.000 Whiteboards, in britischen Schulen bereits 500.000 vorhanden. Mehr als 60 Prozent der Schulen nutzen dort die interaktive Tafel. Studienrat Andreas Vogel, seines Zeichens Geographie-Lehrer am Otto-Hahn-Gymnasium , der die Tafel vorführte, entpuppte sich
als „Meister seines Faches“ und setzte die Teilnehmer immer mehr in Staunen, wenn er die bunte Palette der Einsatzmöglichkeiten aufzeigte. Und wenn einmal der besondere Stift nicht zur Verfügung stand, dann nahm er einfach seinen gut gewaschenen Finger, um Linien oder Kreise zu zeichnen, um ein Beispiel zu nennen. Er sei sich sicher, dass Schüler und Lehrer das System schnell und sicher nutzen werden. Er bietet dazu auch die eine oder andere Fortbildungsmaßnahme an.
Elternbeiratsvorsitzender Hannes Müssel zeigte sich angetan von der Möglichkeit, dass Tafelbilder ohne Abschreiben mit nach Hause genommen werden können. Er und der gesamte Elternbeirat setze sich dafür ein, dass den Kindern gerade auf technischem Gebiet alles geboten werden solle, was heute möglich und sinnvoll ist.
Schulleiterin Oberstudiendirektorin Gertraud Nickl dankte dem Elternbeirat für die finanzielle Unterstützung, die die Beschaffung der Tafel erst möglich machte, und hofft, dass auch in Zukunft finanzielle Hürden überwunden werden können und dass man schrittweise weitere Whiteboards einbauen könne. Als Nahziel sah sie die Ausstattung von Fachräumen an.
Alfons Prechtl
FRANKENPOST 08.10.2009

 

sitemap | © in 2012 Otto-Hahn-Gymnasium Marktredwitz