Das kleine und leichte Gerät ist einfach in das System von verschiedenen physikalischen Versuchsaufbauten zu integrieren. Angeschlossen wird die Kamera über einen Computer an einen Beamer, der die Versuche an die Wand projiziert. Davon profitieren die Schüler, erläuterte Hippmann. Kleinere Experimente oder Teile können von den hinteren Plätzen im Klassenraum gut gesehen werden. Daneben blicken alle Schüler von der gleichen Position aus auf eine Anordnung, was vor allem bei optischen Versuchen häufig sinnvoll ist. Außerdem werden Blickrichtungen möglich, die sonst kaum realisierbar wären, wie etwa senkrecht von oben auf einen Forschungsaufbau. Studiendirektor Hippmann ließ es sich nicht nehmen, den Einsatz bei der Übergabe der Kamera in der Praxis zu demonstrieren. Dazu stellte der Physiklehrer ein Spielzeugmännchen in ein Wasserbecken. Blicken nun die Schüler schräg auf die vordere Wand des Beckens, so erscheint die Figur zweigeteilt: Der sich im Wasser befindende untere Teil des Männchens ist gegenüber dem oberem verschoben. Das liegt an der Lichtbrechung im Wasser. Dieser für das menschliche Auge ungewohnte Effekt lässt sich auch beobachten, wenn man von vorne schräg in ein Aquarium blickt. „Vielleicht lädt gerade die Ferienzeit dazu ein, unsere Umwelt einmal etwas bewusster und genauer zu beobachten.“ Die Leiterin der Otto-Hahn-Gymnasiums, Oberstudiendirektorin Gertraud Nickl freute sich über die neue Anschaffung und dankte dem Förderverein dafür.
Das Bild zeigt von links Studiendirektor Heinz Hippmann, Vorstandsmitglied Florian Küfner, Oberstudiendirektorin Gertraud Nickl und den Vorsitzenden des Fördervereins, Sebastian Macht.