Doch besser, als Pisa meint

Die Schüler schnitten hervorragend bei den Tests ab. Foto: Mary Möller

Marktredwitzer Gymnasiasten erreichen im Leistungsvergleich beste Noten. Konstantin Beblig liest von allen am besten.
Was die Skandinavier weltweit in der Pisa-Studie darstellen, sind die Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums Marktredwitz in Oberfranken: Sie stehen an der Spitze im Bildungsbereich, vor allem im Leistungsvergleich des bayerischen Kultusministeriums bei den Jahrgangsstufentests in Deutsch und Englisch.
Beim Deutsch-Test für die sechste Jahrgangsstufe erreichte das Gymnasium Platz vier von insgesamt 36 oberfränkischen Gymnasien, und auch in den achten Klassen lagen die Jungen und Mädchen über dem Schnitt des Regierungsbezirkes. Noch besser platzierten sich die Englischschüler der zehnten Jahrgangsstufe: Sie belegten Rang drei von 36 Mitbewerbern. Die Achtklässler erreichten in Mathematik Rang zehn. "Dieses Ergebnis ist überragend, aber sicher nicht ganz unverdient dank der intensiven Arbeit aller Beteiligten", meinte Schulleiterin Gertraud Nickl bei der Preisübergabe. Geschuldet sei die deutliche Verbesserung unter anderem der individuellen Förderung.
Korbinian Schmidt (8 b) war Bester im Deutschtest, Christian Strahl (8 a) Bester in Mathematik, Anna Barthel (10 a) die Beste in Mathe bei den Zehntklässlern, Edith Förster (10 d) die Beste in Englisch, Kristin Hecht (8 b) war die Beste in Mathe unter den Achtklässlern, ebenso Sarah Küffner (8 b), Kathrin Kuchenreuther (6 a) absolvierte den besten Deutschtest der Sechstklässler.
Bernadette Lippert (6 b) wurde Klassensiegerin beim Vorlesewettbewerb, Alicia Fuchs (6 c) Beste im Englischtest der sechsten Jahrgangsstufen und Klassensiegerin beim Vorlesewettbewerb. Konstantin Beblig (6 d) erreichte den Gesamtsieg beim Vorlesewettbewerb, Lea Brenner (6 a) wurde Klassensiegerin beim Vorlesewettbewerb, Lukas Röhrig (6 b) schaffte den besten Deutschtest der Sechstklässler, Anke Lauterbach (6 b) absolvierte den besten Englischtest (sechste Jahrgangsstufe), und Lars Brittinger wurde Klassensieger beim Vorlesewettbewerb.
Seit 2006 haben sich die Deutschlehrer des Otto-Hahn-Gymnasiums intensiv mit der Leseförderung beschäftigt, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Denn Vielleser beherrschten die Kulturtechnik Lesen besser. Sie erfassten das Wesentliche besser und rascher. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels veranstaltet jedes Jahr einen Vorlesewettbewerb, an welchem die Sechstklässler teilnehmen. Sie lasen nun unter Wettkampfbedingungen vor Publikum und Jury. Letztlich entschied diese, Konstantin Beblig zum Landkreisentscheid zu schicken.
Der Anteil der Jugendlichen, die bei der PISA-Studie angaben, nicht zum Vergnügen zu lesen, sei in Deutschland mit mehr als 40 Prozent extrem hoch. Das Otto-Hahn-Gymnasium hoffe, diesen Prozentsatz deutlich zu unterschreiten. Hier möchte man mal nicht an der Spitze stehen. Mary Möller
FRANKENPOST 22.12.2010

 

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