Richtige Umgangsformen lernen: Schüler Johannes Rösch mit Businesstrainerin Cindy Seifert. Foto: Mary Möller
Das Otto-Hahn-Gymnasium bleibt seinem Bildungsauftrag treu und nimmt den ganzen Menschen in den Blick. Eine verzweigte und vertiefte Allgemeinbildung soll die Schülerinnen und Schüler dazu befähigen, in der Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen. Auch die Neugestaltung der Oberstufe trägt dazu bei, indem sie die Grundlagenfächer Deutsch, Mathematik und die Fremdsprachen stärkt, Seminare eingeführt hat, mit externen Projektpartnern zusammen arbeitet und damit intensiv den Übertritt der Abiturientinnen und Abiturienten in Hochschule und Arbeitswelt vorbereitet. Seit über einem Jahr bietet das OHG das "Projektseminar zur Studien- und Berufsorientierung" (P-Seminar) an. Im Rahmen des P-Seminars veranstalteten jetzt mehrere Lehrkräfte gemeinsam mit Cindy Seifert, Assistentin der Geschäftsführung bei den Wunsiedler Farbenwerken, ein Bewerbertraining. Der Schwerpunkt lag auf Umgangsformen im Arbeitsleben, was neben dem richtigen Ton auch die angemessene Kleidung meint.
Gürtel in die Schlaufen
Die Lerngruppe war erstaunt, wie wichtig die Art des Händedrucks sein kann oder dass in eine Hose mit Gürtelschlaufen auch ein Gürtel gehört. Sehr viel Spaß und neue Einsichten brachten zahlreiche Simulationsübungen, bei denen konkrete Bewerbungssituationen nachgespielt worden. Am Gymnasium freut man sich über fachkundige Mitarbeit in diesem Bereich, der die neue Oberstufe wesentlich bereichert.
40-stündige Debatte
Ganz ähnliche Ziele verfolgte auch das Rhetorikseminar des Bambergers Markus Herrmann, das sogar den Jugendlichen der Jahrgangsstufe zehn offen stand und von Beginn an auch die schüchternsten Gemüter zum Reden brachte. Herrmann, der nach eigener Aussage auch gern mal 40 Stunden am Stück debattiert für einen Rekordversuch, zeigt an alltäglichen Vorgängen den Aufbau einer gelungenen Rede und riss mit soliden Witzen und gekonnter Motivation die Gymnasiasten mit. Warum ihm Fußball so gefällt, warum Cicero gern über sich selbst sprach und wie man mit dem richtigen Standbein andere von der eigenen Meinung überzeugt, erfuhren die Teilnehmer, die durchweg positive Rückmeldungen über das Seminar gaben.
Weiteren spannenden „Außenkontakten“ sehen die Schülerinnen und Schüler entgegen, denn für 2011 sind weitere Vorträge und neue Seminare in Planung. Mary Möller
FRANKENPOST 03.12.2010