Lost in Cyperspace?

Internetnutzung von Kindern und Jugendlichen

Egon Birner stellt sich den Fragen der Eltern

Am 12. April 2011 lud das Otto-Hahn-Gymnasium Marktredwitz zu einem Vortrag über Gefahren bei der Nutzung des Internets. Fast 100 Eltern folgten der Einladung und erlebten einen informativen Abend.
Die Schulleiterin Oberstudiendirektorin Gertraud Nickl begrüßte die Gäste und verwies auf die rasante Entwicklung in den letzten zehn Jahren, die viele Eltern sich hilflos fühlen lässt. Sie freue sich, mit Studienrat Egon Birner einen Medienpädagogen an ihrer Schule zu haben, der sowohl Schüler als auch Eltern in der Mediennutzung begleiten könne.
Herr Birner verwies stets darauf, dass das Medium Internet das Medium der Zukunft sei und mehr Nutzen als Schaden bringe. Es gäbe aber eine Grauzone und Gefahren. Wer seine Kinder vor Gefahren im realen Leben schütze, müsse dies auch im Internet tun. Medienerziehung, so Birner, finde zu Hause statt. Die Schule könne nur Hilfestellungen geben.
Jugendgefährdende Inhalte findet man im Bereich extremistischer und rassistischer Seiten, in gewaltverherrlichenden Seiten, in Foren, die Magersucht, Bulimie und Suizidgedanken unterstützen und in zunehmendem Maße auch im pornographischen Bereich. Letzterer habe seit 2005 durch Flatrates und Breitbandverkabelung rasant zugenommen und lasse, so der Referent, dramatische Folgen in der Zukunft befürchten. Die Jugendlichen übernähmen Verhaltensweisen, Rollenbilder und Werte als „normal“, die es derzeit nicht seien. Wer jugendgefährdende Inhalte im Internet finde, könne sich unter www.jugendschutz.net beschweren und sollte dies auch tun.
Gefahren drohen Kindern und Jugendlichen auch in Online-Communities, Chatrooms und durch Instant Messengers. Die Eltern sollten mit ihren Kindern sprechen und sie auf Gefahren wie die Preisgabe privater Daten und Bilder, die Verletzung des Urheberrechts und anderes hinweisen. Sicherer sei jedoch, für die Kinder modifizierte Benutzerkonten einzurichten, Filtersoftware zu installieren oder den Internetzugang auf einen offenen Bereich in der Wohnung zu beschränken. Ein Internetzugang im Kinderzimmer berge Risiken, die man im realen Leben nie eingehe.
Abschließend gab Egon Birner den Eltern Tipps mit auf den Weg: Informieren Sie sich! Erleben Sie das Internet gemeinsam mit Ihren Kindern! Begründen Sie Regeln für die Internetnutzung! Gehen Sie mit persönlichen Daten restriktiv um! Verweisen Sie auf die Risiken von Online-Bekanntschaften! Ihr Kind ist auf einer Entdeckungsreise im Internet. Bestrafen Sie deshalb keine unbeabsichtigten Fehltritte! Gertraud Nickl
FRANKENPOST 14.04.2011

 

sitemap | © in 2012 Otto-Hahn-Gymnasium Marktredwitz