"Last Project": So heißt der Song, den das P-Seminar Musik selbst komponiert und eingespielt hat. Am Donnerstag stellen die Schüler ihn vor. Foto: N. B.
Das P-Seminar Musik am OHG hat einen eigenen Song eingespielt. Am Donnerstag ist das Werk erstmals zu hören.
Es ist das wortwörtlich letzte Projekt der Schüler des P-Seminars Musik am Otto-Hahn-Gymnasium Marktredwitz: Seit Monaten arbeitete das P-Seminar Musik Q12 alias "cisum" daran, einen eigenen Song zu schreiben und zu vertonen. Das Ergebnis ist das Lied "Last Project", das am Donnerstag, 20. Januar, um 19.30 Uhr in der Aula des OHG das erste Mal in voller Länge zu hören sein wird.
Für die Schülerinnen und Schüler des Seminars geht es langsam auf das Abitur zu, danach zum Studium, in die Ausbildung oder ins Ausland. Deshalb sehen sie ihr Lied nicht nur als ein Schulprojekt, sondern auch als eine Erinnerung, die ihnen an ihre Schulzeit bleiben wird. "Wir alle haben Spaß an der Musik, haben an zahlreichen Konzerten teilgenommen. Musik ist also ein Teil unserer Schullaufbahn. Und was gibt es da Besseres, als diese schöne Zeit mit einem Lied in Erinnerung zu behalten?", so Laura Weiß, eine Schülerin des Seminars. Der Text des Liedes beschreibt den Weg, den alle der Abiturienten selber durchlebt haben. Anfangs ist man allein inmitten einer Menschenmasse, doch irgendwann findet man Personen, die einem helfen und einen auf seinem Weg begleiten - bis eines Tages der Zeitpunkt kommt, an dem man sich wieder trennen muss.
Einen Song zu schreiben: Wie macht man das? Alles Neuland für die musikbegeisterten Schüler. Hilfe bekamen sie von ihrem Seminarleiter, Musiklehrer Andreas Krauß. Er ist begeistert vom Ergebnis. "Ein Lied zu schreiben, das ist nicht so leicht. Es gibt viel zu beachten, und dafür, dass das ja alles Amateure waren, lief es wirklich gut", lobt er. Es galt, die Stilrichtung des Songs festzulegen und Harmonien zu finden. Eine große Herausforderung war auch der Text. Letztlich hat eine der Schülerinnen, Anne Kastner, den Text fast im Alleingang geschrieben. Ihre Mitschüler waren davon begeistert: "Der Text ist echt super!" Der Inhalt war also fertig, Akkorde und Genre festgelegt - fehlte nur noch eine Melodie. Doch auch die war nach ein paar Wochen zufriedenstellend. Die Instrumente wurden eingespielt, und man konnte sich an die Gesangsaufnahmen machen. Das beanspruchte die meiste Zeit.
Das Ergebnis der monatelangen Arbeit ist am kommenden Donnerstag zu hören. Außer der Songpräsentation sind an dem Abend zwei Schattentheater in Musikcliplänge zu sehen. Die Theatergruppe "Unspiel-Bar" führt "Alice im Wunderland" und "Malice im Häusermeer" auf. Es gibt Getränke und Häppchen sowie eine CD von "cisum" zu kaufen, auf der das Lied neben der Hauptversion als Ballade, Reggae- und Rockversion zu hören ist. Nina Beck
FRANKENPOST 18.01.2011