Eine Szene aus Kotzebues "Die Erbschaft".
Die teilweise sehr chaotische Vorbereitungszeit bescherte graue Haare, steigerte den Koffeinkonsum (oder so ähnlich), eröffnete neue Horizonte und ließ uns in Abgründe blicken (auch menschliche) – aber wir haben das Lachen nie verlernt... J
Das bereits bekannte Drama Kotzebues „Die Erbschaft“ gelangte recht schnell wieder ins Gedächtnis der Spielerinnen. Die leider nicht mehr am OHG weilende Beatrice Busch, unser Hänschen, musste ersetzt werden. Freundlicherweise übernahm ihre Rolle Stefanie, welche diese „Aufnahmeprüfung“ mit Bravour bestand. Die neu einstudierte Talkshow-Persiflage „Grimms am Mittag“ stellte uns vor vielfältige technische Probleme, die in kultigen Marktredwitzer Cafés oder auch in der Wohnung der Schauspielleiterin gelöst werden konnten. Auch die alptraumverursachende Lichtanlage funktionierte dank der Hilfe von Andreas Krauß, David, Alexander, Maximilian und Matthias relativ schnell und fast optimal. Dem schnell gefundenen Beleuchtungs- und Technikteams gilt hier großer Dank für die schnelle Auffassungsgabe, Improvisationstalent, Eifer, phantastische Arbeit während der Aufführung und anschließender bescheidener Verweigerung auf der Bühne Applaus entgegen zu nehmen.
Umfangreichste Proben von Montag bis Donnerstag zeigten anfangs nur „Entwicklungsfelder“, sprich Schwächen, die es galt auszumerzen. Vielen kleinen Helfern, die uns u.a. bekochten und unsere Nerven massierten, ist es geschuldet, dass wir bis Donnerstag nicht verzweifelten und dabei auch noch Spaß hatten und letztendlich als Theatergruppe eine eingeschworene Gemeinschaft ausbildeten (falls das zuvor noch nicht zur Gänze geschehen war!): Bei all den Vorgeschichtchen wird für den aufmerksamen Kenner und Leser deutlich, dass unser Auftritt per aspera ad astra (für alle Französischlerner: durch Staub zu den Sternen) verlaufen musste. Nach traditioneller Aufwärmung á la Buchstabensalat startete die Theatergruppe ein Feuerwerk der Spielfreude und so gelang es schnell das Publikum für sich zu gewinnen... doch wir wollen uns nicht länger loben, sondern genießen nach lautstarker Premierenfeier nun still, danken aber lautstark an dieser Stelle herzlich allen freigiebigen Spendern, dem Elternbeirat und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung mit Hilfe der Robert-Bosch-Stiftung für ihre großzügigen Zuwendungen.
Bei den Proben zu "Grimms am Mittag".
Einer der Darsteller vor der Aufführung.